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	<title>(Ver-)Kaufen Archives - KFR Kanzlei für Real Estate</title>
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	<description>Kirchhoff Franke Riethmüller und die Kanzlei für Real Estate</description>
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	<title>(Ver-)Kaufen Archives - KFR Kanzlei für Real Estate</title>
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		<title>Welche Verträge gehen auf den Käufer über, wenn er ein Grundstück kauft? Was ist mit Versicherungsverträgen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura Jungclaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Feb 2026 11:41:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(Ver-)Kaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Für Käufer & Für Verkäufer]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilienrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Kaufvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Vertragsübernahme]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Bezug auf Immobilien bestehen in der Regel eine Vielzahl von Verträgen im Zusammenhang mit deren Nutzung, Verwaltung, Vermietung etc. Wichtig zu wissen ist, dass derartige Verträge im Regelfall nicht automatisch auf den Käufer übergehen. Die Übernahme solcher Verträge muss daher vertraglich geregelt werden. Anders ist dies nur, wenn der automatische Übergang gesetzlich geregelt ist, [&#8230;]</p>
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									<p><em>In Bezug auf Immobilien bestehen in der Regel eine Vielzahl von Verträgen im Zusammenhang mit deren Nutzung, Verwaltung, Vermietung etc. Wichtig zu wissen ist, dass derartige Verträge im Regelfall nicht automatisch auf den Käufer übergehen. Die Übernahme solcher Verträge muss daher vertraglich geregelt werden. Anders ist dies nur, wenn der automatische Übergang gesetzlich geregelt ist, etwa bei Mietverträgen oder Versicherungsverträgen. Auch in diesen Fällen empfehlen wir von KFR Kanzlei für Real Estate jedoch häufig weitergehende vertragliche Regelungen.</em></p>
<p><em>Wir geben einen kurzen Überblick, was zu beachten ist.</em></p>
<p>von Anneke Durrer</p>
<p><strong>A. Gesetzliche Spezialnormen</strong></p>
<h3><strong>1. 566 BGB „Kauf bricht nicht Miete“</strong></h3>
<p>Gemäß <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__566.html" target="_blank" rel="noopener">§ 566 BGB</a> gehen Mietverträge bei Veräußerung nach Überlassung des Wohnraums (und gemäß <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__578.html" target="_blank" rel="noopener">§ 578 Abs. 1 BGB</a> auch sonstige Grundstücke und Räume) an den Dritten auf den Käufer über.</p>
<p>Aus zwei Gründen wird man aber dennoch kaufvertragliche Regelungen treffen:</p>
<h4>a) Eintragung im Grundbuch vs. Besitzübergang</h4>
<p>Zum einen geht das Mietverhältnis erst mit Eintragung des Eigentumswechsels im Grundbuch über, während Verkäufer und Käufer sich aber im Regelfall so stellen wollen, als wäre die Übernahme bereits mit Besitzübergang erfolgt.</p>
<h4>b) Überlassene und nicht überlassene Mieträume</h4>
<p>Zum anderen betrifft dies nur Mietverhältnisse, bei denen die Mieträume bereits überlassen, also übergeben worden sind. Für noch nicht übergebene Mieträume bedarf es für die Übertragung gemäß <a style="font-family: 'Source Sans Pro', sans-serif; font-weight: 400; background-color: #ffffff;" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__567a.html" target="_blank" rel="noopener">§ 567a BGB</a> einer expliziten Erfüllungsübernahme des Käufers gegenüber dem Verkäufer.</p>
<p><b>2. §&nbsp;</b><strong>95 VVG – Veräußerung der versicherten Sache</strong></p>
<p>Bei Sachversicherungen (somit auch bei Gebäudeversicherungen) sieht <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/vvg_2008/__95.html" target="_blank" rel="noopener">§ 95 VVG</a> vor, dass der Käufer mit dem Eigentumsübergang in den Versicherungsvertrag eintritt. Für bestimmte Haftpflichtversicherungen gilt die Regelung entsprechend.</p>
<h4><b>a)&nbsp;Mitversicherung des Käufers für den Zeitraum zwischen Besitz- und Eigentumsübergang</b></h4>
<p>Für den Zeitraum zwischen Besitz- und Eigentumsübergang ist das Sacherhaltungsinteresse des Käufers mitversichert, d.h. der Verkäufer hält eine Versicherung für fremde Rechnung. Es ist daher sinnvoll, Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag für Schadensfälle zwischen Besitz- und Eigentumsübergang bereits an den Käufer abzutreten, damit dieser Ansprüche auch ohne Mitwirkung des Verkäufers geltend machen kann.</p>
<h4><b>b)&nbsp;Kündigungsrechte</b></h4>
<p>Sowohl die Versicherung als auch der Käufer können den Versicherungsvertrag jedoch nach Eigentumsübergang kündigen (§ 96 VVG). Die Versicherung kann die Kündigung nur innerhalb eines Monats nach Kenntnis der Veräußerung (Ausschlussfrist) erklären. Der Käufer kann die Versicherung hingegen nur innerhalb eines Monats nach Eigentumsübergang (Ausschlussfrist) oder Kenntnis vom Bestehen der Versicherung kündigen, entweder mit sofortiger Wirkung oder mit Wirkung zum Ende der laufenden Versicherungsperiode. Der Käufer sollte in seiner Kündigung deutlich erklären, zu welchem Zeitpunkt die Kündigung Wirkung entfalten soll.</p>
<h4><b>c)&nbsp;Anzeigepflicht</b></h4>
<p>Der Erwerb der Immobilie ist der Versicherung unverzüglich anzuzeigen (§ 97 VVG), da ansonsten das Risiko besteht, dass die Versicherung bei einem Versicherungsfall nicht zu leisten braucht.</p>
<h4><b>d)&nbsp;Rahmenversicherung</b></h4>
<p>Für den Fall, dass der Verkäufer eine sog. Rahmenversicherung (für mehrere Objekte) abgeschlossen hat, die insoweit in der Regel ein Sonderkündigungsrechts des Verkäufers bzw. ein automatisches Ausscheiden der Immobilie aus der Police vorsieht, sollte der Kaufvertrag einen entsprechenden Hinweis enthalten und den Käufer zum Abschluss einer eigenen Versicherung verpflichten.</p>
<p><b>3.&nbsp;</b><strong>613a BGB – Übernahme von Arbeitsverhältnissen</strong></p>
<p>Der Kauf eines (vermieteten) Grundstücks kann unter Umständen einen Betriebsübergang darstellen, was dazu führt, dass auch die Arbeitsverhältnisse auf den Käufer übergehen und Kündigungen in Verbindung mit dem Betriebsübergang unwirksam sind.</p>
<p>Aus Sicht des Käufers ist es daher wichtig, dass der Verkäufer im Kaufvertrag garantiert, dass etwaige Arbeitsverhältnisse, die gemäß § 613a BGB auf den Käufer übergehen könnten, nicht bestehen.</p>
<p><b>B.&nbsp;</b><strong>Im Übrigen: Keine automatische Vertragsübernahme</strong></p>
<p>Im Übrigen erfolgt keine automatische Übernahme von Verträgen. Dies ist vielmehr explizit zwischen den Parteien zu vereinbaren.</p>
<p><b>1.&nbsp;</b><strong>Verkäuferinteresse</strong></p>
<p>Der Verkäufer hat in der Regel ein Interesse daran, insbesondere folgende Verträge auf den Käufer zu übertragen:</p>
<ul>
<li>Verträge mit langen Vertragslaufzeiten, die nicht ohne Weiteres kündbar sind</li>
<li>Verträge mit Weitergabeverpflichtung an einen Rechtsnachfolger (häufig Nachbarschaftsvereinbarungen, schuldrechtliche Vereinbarungen zu Dienstbarkeiten, Vereinbarungen aus Ankaufsverträgen, etc.&nbsp;</li>
</ul>
<p><b>2. Käuferinteresse</b></p>
<p>Der Käufer hat in der Regel ein Interesse daran, insbesondere folgende Verträge zu übernehmen:</p>
<ul>
<li>Verträge mit günstigen Vertragskonditionen</li>
<li>Verträge mit Nachbarn oder sonstigen Dritten, die für die reibungslose Nutzung des Grundstücks erforderlich sind (z.B. in Bezug auf Wegerechte etc.)</li>
<li>Gewährleistungsansprüche aus Bauverträgen, in der Regel nicht jedoch den Vertrag selbst</li>
</ul>
<p>Im Ergebnis zeigt sich, dass es wichtig ist, die Vertragssituation des Grundstücks aufzuarbeiten und hierzu konkrete Vereinbarungen zu treffen.</p>
<p><em>Haben Sie weitere Fragen zur kaufvertraglichen Vertragsübernahme? Oder benötigen grundsätzlich Hilfe bei einem Immobilienerwerb? Wir beraten Sie gerne. </em></p>
<p>Ihre Ansprechpartnerin:</p>								</div>
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									<p>Unverbindlich anfragen: <a href="mailto:info@kfr.law">info@kfr.law</a></p>								</div>
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		<title>Immobilienkaufvertrag beurkundet &#8211; was nun?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura Jungclaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2025 09:30:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(Ver-)Kaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Für Käufer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Abwicklung eines Immobilienkaufvertrages Kennen Sie das? Nachdem man Wochen oder gar Monate auf die Beurkundung des Kaufvertrages hingearbeitet hat, passiert nach der Unterzeichnung auf einmal „Nichts“ mehr. Doch tatsächlich beginnt der Notar bereits im Anschluss mit der Abwicklung des Immobilienkaufs. Wir erklären, welche Schritte bis zur endgültigen Eigentumsumschreibung erforderlich sind. 1. Erste Schritte nach [&#8230;]</p>
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									<h2><b>Die Abwicklung eines Immobilienkaufvertrages</b></h2><p>Kennen Sie das? Nachdem man Wochen oder gar Monate auf die Beurkundung des Kaufvertrages hingearbeitet hat, passiert nach der Unterzeichnung auf einmal „Nichts“ mehr. Doch tatsächlich beginnt der Notar bereits im Anschluss mit der Abwicklung des <a href="https://kfr.law/rechtsgebiete/immobilientransaktionen/" target="_blank" rel="noopener">Immobilienkaufs</a>. Wir erklären, welche Schritte bis zur endgültigen Eigentumsumschreibung erforderlich sind.</p><h3><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );"><strong>1. Erste Schritte nach der Beurkundung</strong></span><em><br /></em></h3><p><strong>Erstellung der Vertragsausfertigungen<br /></strong>Nach der Beurkundung erhält der Vertrag zunächst eine <a href="https://onlinehilfe.bnotk.de/technischer-bereich/systembetreuer/elektronisches-urkundenarchiv/urkundenarchiv/urkundenverzeichnisnummer-statt-urkundenrollennummer.html" target="_blank" rel="noopener">Urkundenverzeichnisnummer</a> (früher noch: Urkundenrollennummer). Der Notar erstellt Ausfertigungen, beglaubigte und einfache Abschriften des Vertrages für die Parteien und die weitere Abwicklung des Vertrages. Das Original mit den ggf. vorgenommenen handschriftlichen Ergänzungen und den Unterschriften verbleibt beim Notar.</p><p>Eine Vertragsabschrift wird zudem an die Grunderwerbsteuerstelle des Finanzamtes geschickt, die sodann einen <a href="https://grunderwerbsteuer.de/immobilie/finanzamt/faelligkeit" target="_blank" rel="noopener">Grunderwerbsteuerbescheid</a> an den Käufer verschickt.</p><p><strong>Bestellung von Grundschulden (bei Finanzierung)</strong><br />Falls der Käufer die Immobilie finanziert, bestellt er in der Regel direkt nach der Beurkundung beim selben Notar in einer weiteren Urkunde eine oder mehrere Grundschulden für seine Bank. Dies geschieht auf Grundlage der Belastungsvollmacht, die ihm der Verkäufer im Kaufvertrag erteilt hat. Die Bestellung von Grundschulden kann optional auch in einem späteren, separaten Termin erfolgen.</p><h3><strong>2. Eintragungen im Grundbuch und notwendige Zustimmungen</strong></h3><p><strong>Auflassungsvormerkung &#8211; mehr zu diesem Thema finden Sie <a href="https://kfr.law/ver-kaufen/was-ist-eine-auflassungsvormerkung/">hier</a>.<br /></strong>Der Notar beantragt die Eintragung einer Auflassungsvormerkung (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__883.html" target="_blank" rel="noopener">§ 883 BGB</a>) im Grundbuch, falls eine solche kaufvertraglich vereinbart worden ist, was jedoch der Regelfall ist. Diese soll den Käufer davor schützen, dass der Verkäufer die Immobilie an einen Dritten verkauft oder neue Belastungen im Grundbuch eintragen lässt, die den Anspruch des Käufers auf lastenfreies Eigentum beeinträchtigen könnten. Sollte es dennoch zu einer solchen Eintragung kommen, bleibt sie gegenüber dem Käufer relativ unwirksam. Den Antrag auf Eintragung der Auflassungsvormerkung stellt der Notar in der Regel unverzüglich nach Beurkundung durch Übersendung einer Vertragsabschrift an das Grundbuchamt.</p><p><strong>Einholen von Zustimmungen &amp; Löschungen</strong><br />Der Notar holt die Zustimmung der Berechtigten ein, die im Grundbuch mit Rechten an der Immobilie eingetragen sind, wenn diese Belastungen nicht vom Käufer übernommen werden sollen. Im Regelfall sind das die in Abteilung III des Grundbuchs eingetragenen Grundpfandrechtsgläubiger („Banken“). Sie erteilen dem Notar eine Löschungsbewilligung, die an bestimmte Treuhandauflagen geknüpft ist.</p><p>Zur weiteren Abwicklung sind darüber hinaus vom Notar häufig Vorkaufsrechtsverzichtserklärungen oder Erklärungen über das Nichtbestehen von Vorkaufsrechten einzuholen oder bei Wohnungseigentum auch die Erteilung der Verwalterzustimmung, wenn die Teilungserklärung dies vorsieht.</p><h3><strong>3. Fälligkeitsmitteilung und Kaufpreiszahlung</strong></h3><p>Sobald die Auflassungsvormerkung eingetragen ist und alle erforderlichen Zustimmungen und Genehmigungen für die Durchführung des Kaufvertrages (mit Ausnahme der Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes) vorliegen, und sind keine weiteren vom Notar zu prüfenden Fälligkeitsvoraussetzungen vereinbart, stellt der Notar die Fälligkeitsmitteilung aus.</p><p>Darin bestätigt er, dass alle von ihm zu prüfenden Fälligkeitsvoraussetzungen vorliegen, d.h.:</p><ul><li>die Auflassungsvormerkung ranggerecht eingetragen wurde,</li><li>alle Zustimmungen und Genehmigungen zur Durchführung des Kaufvertrages vorliegen und</li><li>die Löschungsbewilligungen für die vom Käufer nicht übernommenen Belastungen vorliegen.</li></ul><p>Der Käufer muss demnach den Kaufpreis innerhalb der im Kaufvertrag festgelegten Zahlungsfrist auf das Konto des Verkäufers oder – bei Ablösung von Belastungen – ggf. auch anteilig auf die Konten der Banken einzahlen. Die Banken haben zu diesem Zweck dem Notar in ihren Löschungsbewilligungen aufgegeben, welcher Betrag noch an sie zu zahlen ist.</p><p>Der Verkäufer erhält eine Abschrift der Fälligkeitsmitteilung. Der Verkäufer wird sodann gebeten, dem Notar den Eingang des Kaufpreises zu bestätigen.</p><p>Sofern nur die üblichen Fälligkeitsvoraussetzungen vereinbart sind, liegen im Regelfall die Fälligkeitsvoraussetzungen etwa 4 – 6 Wochen nach Beurkundung vor und der Notar erstellt die Fälligkeitsmitteilung.</p><h3><b>4. Übergabe und wirtschaftlicher Besitzübergang<br /></b></h3><p><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">Mit vollständiger Kaufpreiszahlung erfolgt der wirtschaftliche Besitzübergang und die Übergabe der Immobilie. An diesem Vorgang ist der Notar nicht beteiligt. Dabei gilt:</span></p><ul><li><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">Schlüssel, Unterlagen &amp; Miet- und Gewährleistungssicherheiten werden übergeben.</span></li><li>Kosten &amp; Pflichten gehen auf den Käufer über. Dieser übernimmt ggf. bestehende Verträge des Verkäufers (für die Wohngebäudeversicherung ist dies der Standardfall, <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/vvg_2008/__95.html" target="_blank" rel="noopener">§ 95 VVG</a>) und trägt die laufenden Kosten und Abgaben für die Immobilie. Die Gefahr des zufälligen Untergangs der Immobilie und die Verkehrssicherungspflicht geht mit dem Besitzübergang auf den Käufer über.</li></ul><p>Bei vermieteten Immobilien wird regelmäßig auf eine echte Übergabe verzichtet. Der Besitzübergang erfolgt automatisch zu einem im Kaufvertrag festgelegten Zeitpunkt (z.B. 0 Uhr des auf die vollständige Kaufpreiszahlung folgenden Tages / folgenden Monatsersten). Die Parteien informieren die Mieter über den Besitzübergang und weisen darauf hin, die Mieten fortan an den Käufer zu zahlen.</p><h3><b>5. Eigentumsumschreibung im Grundbuch</b></h3><p><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">Liegt die Bestätigung des Verkäufers über die Kaufpreiszahlung vor, stellt der Notar den Antrag auf Umschreibung des Eigentums. Das Eigentum wird jedoch erst umgeschrieben, wenn auch die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes vorliegt (Bestätigung über die Zahlung der Grunderwerbsteuer).</span></p><p>Zusätzlich stellt der Notar folgende Anträge:</p><ul><li><p>Löschung der <strong>Auflassungsvormerkung. Voraussetzung: </strong>Es gab keine Zwischeneintragungen, da es dann der Sicherungsfunktion der Vormerkung nicht mehr bedarf.</p></li><li>Löschung der nicht übernommenen Belastungen</li><li>Ggf. Eintragung der <strong>Grundschuld des Käufers, </strong>falls dies nicht vorher bereits erfolgt ist</li></ul><p>Über die verschiedenen Eintragungs- und Löschungsvorgänge erhalten die Parteien eine Eintragungsbenachrichtigung und ggf. auch einen neuen Grundbuchauszug.</p><p>Achtung! Die Ausstellung der Unbedenklichkeitsbescheinigung hat häufig längere Bearbeitungsfristen, ebenso wie die Eigentumsumschreibung selbst, sodass es nach Kaufpreiszahlung mehrere Monate bis zur tatsächlichen Eigentumsumschreibung dauern kann.</p><p>Mit Umschreibung des Eigentums gehen etwaige Mietverhältnisse gemäß § 566 BGB nun auch per gesetzlicher Regelung auf den Käufer über. Hierüber sollte der Verkäufer die Mieter – auch wenn diese schon vorher Kenntnis vom Verkauf erlangt haben – nach Eigentumsumschreibung erneut informieren, um sich seiner Haftung zu entledigen (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__566.html" target="_blank" rel="noopener">§ 566 Abs. 2 S. 2 BGB</a>).</p><h3><strong><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size );">6. </span></strong><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size );"><b>Kosten der Abwicklung</b></span></h3><p><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">Während der Abwicklung fallen verschiedene </span>Kosten &amp; Gebühren<span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size );"> an, darunter:</span></p><ul><li><p>Notarkosten für Beurkundung &amp; Abwicklung sowie ggf. für die Grundschuldbestellung</p></li><li>Vorschussrechnungen des Grundbuchamtes</li><li>Grunderwerbsteuer (Finanzamt)</li></ul><p>Da die verschiedenen Stellen ihre weitere Bearbeitung teils vom Zahlungseingang abhängig machen, sollten entsprechende Kostenforderungen zeitnah bezahlt werden, um die zügige Abwicklung des Kaufvertrags nicht zu gefährden.</p><h3><strong>Unser Fazit: Haben Sie Geduld</strong></h3><p>Die Abwicklung eines Immobilienkaufs dauert mehrere Monate. Der Notar übernimmt dabei die Koordination und prüft, dass alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind.</p><p>Haben Sie Fragen zur Abwicklung eines Immobilienkaufs oder benötigen Sie rechtliche Beratung? Kontaktieren Sie uns – wir unterstützen Sie rund um den Immobilien(ver)kauf gerne.</p>								</div>
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					<h6 class="elementor-heading-title elementor-size-default">KFR Kanzlei für Real Estate – Hamburg &amp; München
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									<p>Unverbindlich anfragen: <a href="mailto:info@kfr.law">info@kfr.law</a></p>								</div>
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		<title>Was ist eine Auflassungsvormerkung?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura Jungclaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Apr 2025 08:06:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(Ver-)Kaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Für Käufer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alles über den speziellen Schutz für Immobilienkäufer Bei einem Immobilienkauf wird regelmäßig zugunsten des Käufers eine Auflassungsvormerkung eingetragen, nur um sie im Idealfall direkt nach der Eigentumsumschreibung wieder zu löschen. Nur warum? Was genau eine Auflassungsvormerkung ist und wie sie den Käufer schützt, erklären wir hier.Warum wird eine Auflassungsvormerkung eingetragen? Nach der Beurkundung eines Immobilienkaufs [&#8230;]</p>
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									<h2><strong>Alles über den speziellen Schutz für Immobilienkäufer</strong></h2>
<h3><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">Bei einem Immobilienkauf wird regelmäßig zugunsten des Käufers eine Auflassungsvormerkung eingetragen, nur um sie im Idealfall direkt nach der Eigentumsumschreibung wieder zu löschen. Nur warum? Was genau eine Auflassungsvormerkung ist und wie sie den Käufer schützt, erklären wir hier.<br><strong><br>Warum wird eine Auflassungsvormerkung eingetragen?<br></strong></span></h3>
<p>Nach der Beurkundung eines Immobilienkaufs stellt der Notar in der Regel unverzüglich einen Antrag auf Eintragung der Auflassungsvormerkung im Grundbuch. Diese Eintragung stellt grundsätzlich sicher, dass der Käufer das Grundstück auch tatsächlich im Eigentum erhält, sobald alle vertraglichen und rechtlichen Anforderungen erfüllt sind.</p>
<p>Die Auflassungsvormerkung wird nach der eigentlichen Eigentumsumschreibung in der Regel wieder gelöscht, da der Anspruch des Käufers auf das Eigentum dann durch die Eintragung im Grundbuch vollständig erfüllt ist, vorausgesetzt es hat keine Zwischenverfügungen oder -belastungen gegeben.</p>
<p>Mehr zur Abwicklung eines Immobilienkaufvertrages finden Sie <a href="https://kfr.law/ver-kaufen/immobilienkaufvertrag-beurkundet-was-nun/">hier.</a>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size );"><b>Gesetzliche Regelung</b></span></h3>
<p><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">Die Auflassungsvormerkung, häufig auch Eigentums(erwerbs)vormerkung genannt, ist ein Unterfall der Vormerkung. Letztere ist in <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__883.html" target="_blank" rel="noopener">§883 Abs. 1 BGB</a> geregelt:</span></p>
<p><em>„Zur Sicherung des Anspruchs auf Einräumung oder Aufhebung eines Rechts an einem Grundstück oder an einem das Grundstück belastenden Recht oder auf Änderung des Inhalts oder des Ranges eines solchen Rechts kann eine Vormerkung in das Grundbuch eingetragen werden. Die Eintragung einer Vormerkung ist auch zur Sicherung eines künftigen oder eines bedingten Anspruchs zulässig.“</em></p>
<p>Als Unterfall der Vormerkung soll die Auflassungsvormerkung konkret das – ggf. auch bedingte – Recht auf Eigentumsübertragung an einem Grundstück sichern. Sicherbar sind alle Eigentumsverschaffungsansprüche, auch solche auf Rückübertragung.</p>
<p>Die Auflassungsvormerkung kann bei beabsichtigtem Erwerb einer Grundstücksteilfläche auch bereits vor Abschreibung der Grundstücksteilfläche auf dem noch ungeteilten Grundstück eingetragen werden.</p>
<h3><strong>Akzessorisches Sicherungsmittel sui generis</strong></h3>
<p><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">Die Rechtsnatur der Vormerkung ist umstritten, da sie sowohl dingliche als auch schuldrechtliche Elemente hat. Sie ist aber gerade kein dingliches Recht, das bedeutet:</span></p>
<ul>
<li>Der Vormerkungsberechtigte hat aus der Auflassungsvormerkung heraus keinen Anspruch gegen den Eigentümer auf Verschaffung des Eigentums.</li>
<li>Die Auflassungsvormerkung schützt den Berechtigten im Verhältnis zu seinem Schuldner davor, dass sein Schuldner das Grundstück anderweitig belastet oder überträgt, was seinem (lastenfreien) Eigentumsverschaffungsanspruch widersprechen würde.</li>
<li>Die Auflassungsvormerkung setzt voraus, dass es einen wirksamen – ggf. auch bedingten – Anspruch gegenüber dem Grundstückseigentümer auf Verschaffung des Eigentums am Grundstück gibt.</li>
</ul>
<p>Die Auflassungsvormerkung ist demnach akzessorisch und geht – auch ohne gesonderte Erklärung – gemäß § 401 BGB bei Abtretung auf den Abtretungsempfänger (Zessionar) über.</p>
<h3><strong>Wie schützt die Auflassungsvormerkung den Käufer?</strong></h3>
<p>Die Auflassungsvormerkung schützt den Berechtigten vor:</p>
<ol>
<li>
<p><strong>Zwischenverfügungen<br></strong>(<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__883.html" target="_blank" rel="noopener">§ 883 Abs. 2 S. 1</a>, <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__888.html" target="_blank" rel="noopener">§ 888 BGB)</a>. &nbsp;Überträgt der Verkäufer das Grundstück an einen Dritten, ist diese Übertragung im Verhältnis Käufer – Verkäufer relativ unwirksam.</p>
</li>
<li>
<p><strong>Insolvenz des Schuldners&nbsp; &nbsp;&nbsp;<br></strong>(§ 883 Abs. 2 S. 2 Alt. 3 BGB; <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/inso/__106.html" target="_blank" rel="noopener">§§ 106,</a> <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/inso/__254.html" target="_blank" rel="noopener">254 Abs. 2 InsO</a>, <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1971.html" target="_blank" rel="noopener">§ 1971 S. 2 BGB</a>). Wenn der Verkäufer insolvent geht, bleibt das Recht des Käufers grundsätzlich trotzdem bestehen.</p>
</li>
<li><strong><strong>Zwangsvollstreckung durch andere Gläubiger<br></strong></strong>(<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__883.html" target="_blank" rel="noopener">§ 883 Abs. 2 S. 2 Alt. 1, 2 BGB,</a> <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/zvg/__48.html" target="_blank" rel="noopener">§ 48 ZVG</a>)</li>
<li><strong>Haftungsbeschränkung der Erben </strong>(<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__884.html" target="_blank" rel="noopener">§ 884 BGB</a>).<br>Wenn der Verkäufer stirbt, kann der Käufer trotzdem sein Recht durchsetzen.</li>
</ol>
<h3><strong>Die Wirkung der Auflassungsvormerkung</strong></h3>
<p>Die Auflassungsvormerkung wirkt <strong>rückwirkend</strong> auf den Zeitpunkt ihrer Eintragung. Sollte später eine konkurrierende Verfügung in das Grundbuch eingetragen werden (z. B. ein anderer Käufer oder eine Grundschuld), hat die Vormerkung Vorrang. Der Vollrechtsschutz (Eigentumserwerb) wird sozusagen vorverlegt.</p>
<p>Dennoch stellt die Auflassungsvormerkung keine Verfügungsbeschränkung oder Grundbuchsperre dar. Das bedeutet:</p>
<ul>
<li>Konkurrierende/vormerkungswidrige Belastungen, wie z.B. der Eigentumserwerb eines Dritten oder die Eintragung einer Grundschuld zugunsten eines Dritten, sind dennoch wirksam und werden auch im Grundbuch (im Rang nach der Auflassungsvormerkung) eingetragen.</li>
</ul>
<h4><strong>Relative Unwirksamkeit</strong></h4>
<p>Die anderweitige Verfügung ist jedoch relativ unwirksam, soweit sie dem Sicherungsbedarf des Vormerkungsberechtigten zuwiderläuft, allerdings nur im Verhältnis des Vormerkungsberechtigten zum Schuldner und dem vormerkungswidrigen Dritterwerber. Sprich: Wenn der Verkäufer das Grundstück trotz Vormerkung an jemand anderen verkauft oder belastet, sind diese Verfügungen <strong>nicht absolut unwirksam</strong>, sondern nur <strong>relativ unwirksam</strong> gegenüber dem Vormerkungsberechtigten.</p>
<p>Das bedeutet:</p>
<ul>
<li>Der Vormerkungsberechtigte kann weiterhin vom Schuldner die Erfüllung, d.h. Übertragung des lastenfreien Eigentums verlangen.</li>
<li>Der Schuldner kann sich aufgrund der relativen Unwirksamkeit nicht darauf berufen, dass die Eigentumsübertragung unmöglich sei.</li>
<li>Der Schuldner bleibt weiterhin entsprechend <strong>verfügungsbefugt</strong> und kann die vormerkungswidrigen Belastungen wieder löschen lassen.</li>
</ul>
<p>Eine Inanspruchnahme des Dritterwerbers braucht es nicht und ist auch nicht möglich, da die Vormerkung dem Vormerkungsberechtigten keinen materiell-rechtlichen Anspruch gegen den Dritterwerber verschafft.</p>
<p>Bei Erfüllung durch den Schuldner verliert der Dritterwerber sodann ex nunc, d.h. mit Wirkung für die Zukunft, das zunächst wirksam erworbene Recht und der Vormerkungsberechtigte diejenige Rechtsposition, die ihm nach dem Kaufvertrag geschuldet wurde.</p>
<h4><b>Kosten und Notarpflicht</b></h4>
<p><b></b><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">Obwohl die Bewilligung und Eintragung der Auflassungsvormerkung mit zusätzlichen Kosten verbunden sind, stellt diese im Regelfall ein unerlässliches Sicherungsmittel dar. Sie schützt den Käufer vor Verlust des normalerweise von ihm bereits vor Eintragung des Eigentums bezahlten Kaufpreises. Den Notar trifft daher eine entsprechende Hinweispflicht.</span></p>
<h3><strong>Exkurs: Schutz vor Vermietung?</strong></h3>
<p>Es ist umstritten, ob die Auflassungsvormerkung auch vor einer <strong>nachträglichen Vermietung</strong> schützt.</p>
<ul>
<li>Nach <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__566.html" target="_blank" rel="noopener">§ 566 BGB</a> („<strong>Kauf bricht nicht Miete</strong>“) geht ein bestehendes Mietverhältnis grundsätzlich auf den Käufer über. Es wird argumentiert, die spätere Vermietung komme einer nachträglichen Bestellung eines Nießbrauchs oder eines dinglichen Wohnrechts gleich.</li>
<li>Die wohl herrschende Meinung <strong>lehnt dies </strong>jedoch mit Blick auf den Schutzgedanken des sozialen Mietrechts<strong> ab</strong>. Der Erwerber – anders als beim Nießbrauch oder Wohnrecht – könne die Bindung einseitig durch Kündigung (wenn auch unter erschwerten Bedingungen) kündigen (vgl.&nbsp; MüKoBGB/Lettmaier, 9. Aufl. 2023, BGB § 883, Rn. 65).</li>
</ul>
<h3><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size );"><b>Erlöschen und Löschung der Auflassungsvormerkung</b></span></h3>
<p><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">Die Vormerkung erlischt durch Aufhebungserklärung des Vormerkungsberechtigen und Löschung im Grundbuch.</span></p>
<p>Sie erlischt auch ohne Aufhebungserklärung und Löschung, wenn der gesicherte Anspruch erlischt, z.B. durch</p>
<ul>
<li>Anfechtung des Kaufvertrages</li>
<li>Rücktritt vom Kaufvertrag</li>
<li>Erfüllung des vorgemerkten Anspruchs durch Eigentumsumschreibung, ohne dass es vormerkungswidrige Zwischeneintragungen gegeben hat.</li>
</ul>
<p>In der Regel enthält ein Grundstückskaufvertrag daher auch eine Regelung, wonach bereits mit Beurkundung die Löschung der Vormerkung nach erfolgter Eigentumsumschreibung bewilligt und beantragt wird – sofern keine Zwischeneintragungen erfolgt sind, denen der Käufer nicht zugestimmt hat.</p>
<p>Haben Sie spezielle Fragen zur Auflassungsvormerkung oder benötigen Sie <a href="https://kfr.law/" target="_blank" rel="noopener">rechtliche Beratung</a>?<br>Ihre Ansprechpartnerin:&nbsp;</p>								</div>
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		<title>OLG Stuttgart: Änderungen von Grundstückskaufverträgen nach Auflassung beurkundungspflichtig</title>
		<link>https://kfr.law/grundstuecksrecht-notarielle-beurkundungsbeduerftigkeit-von-aenderungen-eines-grundstueckskaufvertrages-nach-der-auflassung-olg-stuttgart/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[beechwood_admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jul 2018 07:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(Ver-)Kaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Für Käufer & Für Verkäufer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://projekte.muk-digital.de/kfr/?p=970</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das OLG Stuttgart hat entschieden, dass Änderungen eines Grundstücksübertragungsvertrages auch dann gemäß § 311 b Abs. 1 S. 1 BGB der notariellen Beurkundung bedürfen, wenn der Änderungsvertrag nach Auflassung, aber noch vor Eigentumsumschreibung geschlossen wird. Dies soll jedenfalls dann gelten, wenn die Vertragsparteien im ursprünglichen Vertrag die Auflassung erklären und der Erwerber die Eintragung des [&#8230;]</p>
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									<p>Das <a href="https://oberlandesgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite" target="_blank" rel="noopener">OLG Stuttgart</a> hat entschieden, dass Änderungen eines Grundstücksübertragungsvertrages auch dann gemäß <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__311b.html" target="_blank" rel="noopener">§ 311 b Abs. 1 S. 1 BGB</a> der notariellen Beurkundung bedürfen, wenn der Änderungsvertrag nach Auflassung, aber noch vor Eigentumsumschreibung geschlossen wird.</p><p>Dies soll jedenfalls dann gelten, wenn die Vertragsparteien im ursprünglichen Vertrag die Auflassung erklären und der Erwerber die Eintragung des Eigentumswechsels in das Grundbuch beantragt, die Parteien den Notar aber anweisen, eine die Auflassungserklärung enthaltende beglaubigte Abschrift oder Ausfertigung der Urkunde erst zu erteilen, wenn ihm die Zahlung des geschuldeten Kaufpreises nachgewiesen worden ist.</p><p>Damit wendet sich das OLG Stuttgart gegen die ständige Rechtsprechung des BGH, dass derartige Änderungen formlos erfolgen können und nicht beurkundungspflichtig sind.</p><h2><strong>Bisherige Rechtsprechung des BGH</strong></h2><p>Der <a href="https://www.bundesgerichtshof.de/DE/Home/home_node.html" target="_blank" rel="noopener">BGH</a> ist in derartigen Fällen bisher davon ausgegangen, dass eine Formbedürftigkeit nicht besteht und hat sich diesbezüglich der Rechtsprechung des Reichsgerichts angeschlossen, da er Gründe für eine Abkehr von dieser Rechtsentwicklung nicht erkennen konnte.</p><p>Insbesondere lasse sich weder aus der Vorgängervorschrift § 313 S. 2 BGB die zeitliche Grenze der Beurkundungsbedürftigkeit zwingend entnehmen, noch habe die Änderung des § 313 BGB durch Gesetz vom 30.5.1973 einen Grund zur Änderung der Senatsrechtsprechung geliefert.</p><h2><strong>Neue Sichtweise des OLG Stuttgart</strong></h2><p>Dies sieht das OLG Stuttgart jedoch anders und wendet sich damit ausdrücklich gegen die ständige Rechtsprechung des BGH. </p><p>Das OLG Stuttgart stützt seine Argumentation u.a. auf den Wortlaut des § 311 b Abs. 1 BGB, der keine Hinweise darauf enthalte, dass Änderungen eines Vertrages, der eine Pflicht zur Übertragung oder zum Erwerb eines Grundstücks enthalte, von dem Formerfordernis der notariellen Beurkundung ausgenommen sei, wenn sie vor der Eintragung in das Grundbuch aber nach der Auflassung erfolgten.</p><p>Auch die Systematik des § 311 b Abs. 1 BGB spreche gegen derartige Formerleichterungen, da ein ohne Beachtung des Formerfordernisses geschlossener Vertrag erst dann gültig werde, wenn die Auflassung und die Eintragung in das Grundbuch erfolgten.</p><p>Zudem habe die Gesetzesänderung 1973 zum Ziel gehabt, den Erwerber ebenso wie den Veräußerer zu schützen. Dieses Schutzbedürfnis könne aber nicht erreicht werden, wenn nachträgliche Änderungen vor Eigentumsumschreibung formfrei möglich sein sollen. Schließlich seien die Beweisfunktion, sowie die Warn- und Schutzfunktion ebenso im Zeitraum zwischen Auflassung und Eintragung der Eigentumsänderung relevant.</p><p>Auch ziehe das Argument des BGH, die Verpflichtung zur Eigentumsübertragung sei mit der Auflassungserklärung erfüllt, nicht, wenn dem Notar die Anweisung erteilt wurde, eine Abschrift oder Ausfertigung der Urkunde erst zu erteilen, wenn ihm die Kaufpreiszahlung nachgewiesen sei. Faktisch würde der Notar schließlich im Fall einer formlosen Kaufpreisreduzierung die Unterlagen dann nicht an das Grundbuchamt weiterleiten, wenn der Erwerber eine nach der Auflassung erfolgte, nicht notariell beurkundete Kaufpreisreduzierung behauptet, der Veräußerer diese nachträgliche Vereinbarung jedoch in Abrede stellt.</p><h3><strong>Bedeutung für die Praxis</strong></h3><p>Ob weitere Gerichte sich diese Entscheidung zum Vorbild nehmen und somit von der Rechtsprechung des BGH abkehren, bleibt abzuwarten, ebenso ob der BGH diese Entscheidung zum Anlass nimmt, seine bisherige Rechtsprechung nochmals zu überdenken. In der Zwischenzeit jedenfalls sollten Änderungen im Zeitraum zwischen Auflassungserklärung und Eintragung der Eigentumsänderung vorsorglich notariell beurkundet werden.</p><p>Mehr zum Thema:</p><ul><li><a href="https://kfr.law/ver-kaufen/was-ist-eine-auflassungsvormerkung/" target="_blank" rel="noopener">Was ist eine Auflassungsvormerkung?</a></li><li><a href="https://kfr.law/ver-kaufen/immobilienkaufvertrag-beurkundet-was-nun/" target="_blank" rel="noopener">Immobilienkaufvertrag beurkundet  was nun?</a> </li></ul><p><em>Quelle: OLG Stuttgart, Urteil vom 26.09.2017 – 10 U 140/16 (BeckRS 2017, 139536)</em></p>								</div>
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		<title>Miet- und Grundstücksrecht: Erwerber tritt nicht automatisch in Ankaufsrecht des Mieters ein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[beechwood_admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Oct 2016 12:36:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hintergrund: Kein gesetzlicher Eintritt in ein Ankaufsrecht Gemäß § 566 Abs. 1 BGB (für gewerbliche Mietverträge in Verbindung mit § 578 BGB) tritt ein Erwerber anstelle des bisherigen Vermieters in die Rechte und Pflichten aus dem Mietverhältnis ein. Von § 566 Abs. 1 BGB werden nach der Rechtsprechung des BGH jedoch nur solche Rechte und [&#8230;]</p>
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									<h2><strong>Hintergrund: Kein gesetzlicher Eintritt in ein Ankaufsrecht</strong></h2><p>Gemäß <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__566.html" target="_blank" rel="noopener">§ 566 Abs. 1 BGB</a> (für gewerbliche Mietverträge in Verbindung mit <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__578.html" target="_blank" rel="noopener">§ 578 BGB</a>) tritt ein Erwerber anstelle des bisherigen Vermieters in die Rechte und Pflichten aus dem Mietverhältnis ein.</p><p>Von § 566 Abs. 1 BGB werden nach der Rechtsprechung des BGH jedoch nur solche Rechte und Pflichten erfasst, die als mietrechtlich zu qualifizieren sind oder in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Mietvertrag stehen. Der Erwerber tritt deshalb nicht in Rechte und Pflichten ein, die außerhalb des Mietverhältnisses liegen, selbst wenn sie als zusätzliche Vereinbarung im Mietvertrag geregelt sind.</p><h2><strong>Entscheidung des BGH: Enge Auslegung des § 566 BGB</strong></h2><p>Der BGH führt mit dieser Entscheidung seine Rechtsprechung fort, dass § 566 BGB als Ausnahme zum schuldrechtlichen Grundsatz, wonach Rechte und Pflichten nur zwischen den am Schuldverhältnis beteiligten Personen entstehen, eng auszulegen ist.</p><h3><strong>Begründung des Gerichts</strong></h3><p>Zwischen dem Erwerber und dem Mieter entsteht mit Eigentumsübergang ein neues Mietverhältnis, mit dem gleichen Inhalt, wie es mit dem Veräußerer bestanden hat, hiervon sollen aber nicht zwingend alle Regelungen erfasst sein.</p><p>Ob eine Regelung von § 566 BGB erfasst ist, beurteilt sich – entgegen mancher Ansicht in der Literatur – allein am objektiv zu bestimmenden materiellen Inhalt der Vereinbarung.</p><h2><strong>Bedeutung für die Praxis</strong></h2><p>Aus Sicht des Mieters ist im Rahmen der mietvertraglichen Regelungen daher darauf zu achten, dem Vermieter eine Verpflichtung aufzuerlegen, solche Regelungen im Grundstückskaufvertrag an den jeweiligen Erwerber weiterzugeben.</p><p>Der Vermieter hat sodann im Rahmen der Veräußerung auf die Weitergabe derartiger Regelungen zu achten.</p><p><em>Fundstelle: BGH, Urteil vom 12.10.2016 – XII ZR 9/15, abgedruckt in: NZM 2017, 35</em></p><div><h2><strong>Jetzt unverbindlich beraten lassen</strong></h2></div><div><p id="message">Sie möchten wissen, welche Rechte und Pflichten beim Eigentümerwechsel auf den Käufer übergehen oder wie Sie ein Ankaufsrecht rechtssicher gestalten können?<br />Unsere Expertinnen und Experten von <a href="https://kfr.law" target="_blank" rel="noopener">KFR &#8211; Kanzlei für Real Estate</a> in <a href="https://kfr.law/kontakt/buero-hamburg/" target="_blank" rel="noopener">Hamburg</a> und <a href="https://kfr.law/kontakt/buero-muenchen/" target="_blank" rel="noopener">München</a> beraten Sie umfassend zu allen Fragen des <a href="https://kfr.law/rechtsgebiete/" target="_blank" rel="noopener">Miet- und Grundstücksrechts</a>.</p></div>								</div>
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									<p>Unverbindlich anfragen: <a href="mailto:info@kfr.law">info@kfr.law</a></p>								</div>
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		<title>Mietrecht/Grundstücksrecht: Vorsicht bei auflösend bedingten Dienstbarkeiten!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[beechwood_admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Oct 2016 12:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(Ver-)Kaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Für Käufer & Für Verkäufer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hintergrund: Grundbuchberichtigung und Nachweispflichten Gemäß § 29 GBO muss der Nachweis der Unrichtigkeit des Grundbuchs für einen Grundbuchberichtigungsanspruch nach § 22 GBO durch öffentliche oder öffentliche beglaubigte Urkunden erbracht werden. Unrichtig kann das Grundbuch auch dann werden, wenn das eingetragene Recht unter einer Bedingung eingeräumt ist und es in Folge des Bedingungseintritts erloschen ist. Liegt [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://kfr.law/mietrecht-grundstuecksrecht-vorsicht-bei-aufloesend-bedingten-dienstbarkeiten-2/">Mietrecht/Grundstücksrecht: Vorsicht bei auflösend bedingten Dienstbarkeiten!</a> appeared first on <a href="https://www.kfr.law/">KFR Kanzlei für Real Estate</a>.</p>
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									<h2><strong>Hintergrund: Grundbuchberichtigung und Nachweispflichten</strong></h2><p>Gemäß <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gbo/__29.html" target="_blank" rel="noopener">§ 29 GBO</a> muss der Nachweis der Unrichtigkeit des Grundbuchs für einen Grundbuchberichtigungsanspruch nach <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gbo/__22.html" target="_blank" rel="noopener">§ 22 GBO</a> durch öffentliche oder öffentliche beglaubigte Urkunden erbracht werden.</p><p>Unrichtig kann das Grundbuch auch dann werden, wenn das eingetragene Recht unter einer Bedingung eingeräumt ist und es in Folge des Bedingungseintritts erloschen ist.</p><p>Liegt eine Berichtigungsbewilligung (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gbo/__19.html" target="_blank" rel="noopener">§ 19 GBO</a>) nicht vor, kommt nur der Nachweis der Unrichtigkeit (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gbo/__29.html" target="_blank" rel="noopener">§ 29 GBO</a>) in Betracht. An diesen Nachweis sind, wie das <a href="https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/oberlandesgerichte/muenchen/" target="_blank" rel="noopener">OLG München</a> in seiner Entscheidung nochmals bestätigte, hohe Anforderungen zu stellen. Eine Sachaufklärung von Amts wegen findet nicht statt und es müssen durch öffentliche oder öffentlich beglaubigte Urkunden lückenlos alle Möglichkeiten ausgeräumt werden, die der Richtigkeit der vorhandenen Eintragung entgegenstehen könnten.</p><h2><strong>Entscheidung des OLG München: Strenge Anforderungen an den Nachweis</strong></h2><p>Derartige öffentliche oder öffentlich beglaubigte Urkunden liegen jedoch in den meisten Fällen nicht vor.</p><h3><strong>Praxisfall: Auflösend bedingtes Geh- und Fahrtrecht</strong></h3><p>Auch in dem vom OLG München entschiedenen Fall eines auflösend bedingten Geh- und Fahrtrechts gelang es dem Grundstückseigentümer nicht, durch öffentliche Urkunden nachzuweisen, dass das herrschende Grundstück mittlerweile über eine eigene Zufahrt über eine öffentliche Verkehrsfläche verfügte, obwohl dies tatsächlich der Fall war.</p><h2><strong>Bedeutung für Mieterdienstbarkeiten</strong></h2><p>Diese Entscheidung ist auch für die im Mietrecht häufig anzutreffenden Mieterdienstbarkeiten von Relevanz. </p><p>Auch dort dürfte der Nachweis des Eintritts einer auflösenden Bedingung (z.B. Zahlungsverzug, Ende des Mietverhältnisses), die nach dem Muster des Verbands deutscher Pfandbriefbanken vorgesehen sind, durch öffentliche Urkunden in der Regel kaum möglich sein. Im Zusammenhang mit Mieterdienstbarkeiten ist es aus Vermietersicht daher empfehlenswert, den Mieter bereits zum Zeitpunkt der Einräumung der Dienstbarkeit zur treuhänderischen Hinterlegung einer Löschungsbewilligung zu verpflichten, um den später ansonsten durch öffentliche oder öffentlich beglaubigte Urkunden nicht gelingenden Nachweis des Eintritts einer auflösenden Bedingung zu vermeiden.</p><p>Schließlich wird der Nachweis des Zahlungsverzugs, die Beendigung oder Kündigung des Mietvertrages oder der Eintritt einer sonstigen auflösenden Bedingung kaum durch öffentliche Urkunden möglich sein.</p><h3><strong>Empfehlung für Vermieter</strong></h3><p>Die Mitwirkung des Mieters ist daher zwingend erforderlich und sollte durch die Hinterlegung der Löschungsbewilligung bereits vorweggenommen werden. Dies wird im Übrigen neuerdings immer häufiger auch von kreditgebenden Banken als Grundschuldgläubiger verlangt und ist daher schon aus Finanzierungsgesichtspunkten zu empfehlen.</p><p><em>Fundstelle: OLG München, Beschluss vom 07.10.2016 – 34 Wx 256/16</em></p><div><h2><strong>Jetzt unverbindlich beraten lassen</strong></h2></div><div><p id="message">Sie möchten wissen, wie Sie auflösend bedingte Dienstbarkeiten rechtssicher gestalten oder bestehende Eintragungen prüfen lassen können?<br />Unsere Expertinnen und Experten von <a href="https://kfr.law" target="_blank" rel="noopener">KFR &#8211; Kanzlei für Real Estate</a> in <a href="https://kfr.law/kontakt/buero-hamburg/" target="_blank" rel="noopener">Hamburg</a> und <a href="https://kfr.law/kontakt/buero-muenchen/" target="_blank" rel="noopener">München</a> beraten Sie umfassend zu allen Fragen des <a href="https://kfr.law/rechtsgebiete/" target="_blank" rel="noopener">Miet- und Grundstücksrechts.</a></p></div>								</div>
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		<title>Mietrecht/Grundstücksrecht: Vorsicht bei auflösend bedingten Dienstbarkeiten!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[beechwood_admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2015 12:34:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(Ver-)Kaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Für Käufer & Für Verkäufer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gemäß § 29 GBO muss der Nachweis der Unrichtigkeit des Grundbuchs für einen Grundbuchberichtigungsanspruch nach § 22 GBO durch öffentliche oder öffentliche beglaubigte Urkunden erbracht werden. Unrichtig kann das Grundbuch auch dann werden, wenn das eingetragene Recht unter einer Bedingung eingeräumt ist und es in Folge des Bedingungseintritts erloschen ist. Liegt eine Berichtigungsbewilligung (§ 19 [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://kfr.law/mietrecht-grundstuecksrecht-vorsicht-bei-aufloesend-bedingten-dienstbarkeiten/">Mietrecht/Grundstücksrecht: Vorsicht bei auflösend bedingten Dienstbarkeiten!</a> appeared first on <a href="https://www.kfr.law/">KFR Kanzlei für Real Estate</a>.</p>
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									<p>Gemäß § 29 GBO muss der Nachweis der Unrichtigkeit des Grundbuchs für einen Grundbuchberichtigungsanspruch nach § 22 GBO durch öffentliche oder öffentliche beglaubigte Urkunden erbracht werden. Unrichtig kann das Grundbuch auch dann werden, wenn das eingetragene Recht unter einer Bedingung eingeräumt ist und es in Folge des Bedingungseintritts erloschen ist. Liegt eine Berichtigungsbewilligung (§ 19 GBO) nicht vor, kommt nur der Nachweis der Unrichtigkeit (§ 29 GBO) in Betracht. An diesen Nachweis sind, wie das OLG München in seiner Entscheidung nochmals bestätigte, hohe Anforderungen zu stellen. Eine Sachaufklärung von Amts wegen findet nicht statt und es müssen durch öffentliche oder öffentlich beglaubigte Urkunden lückenlos alle Möglichkeiten ausgeräumt werden, die der Richtigkeit der vorhandenen Eintragung entgegenstehen könnten.</p><p><b>Kommentar:</b></p><p>Derartige öffentliche oder öffentlich beglaubigte Urkunden liegen jedoch in den meisten Fällen nicht vor. Auch in dem vom OLG München entschiedenen Fall eines auflösend bedingten Geh- und Fahrtrechts gelang es dem Grundstückseigentümer nicht, durch öffentliche Urkunden nachzuweisen, dass das herrschende Grundstück mittlerweile über eine eigene Zufahrt über eine öffentliche Verkehrsfläche verfügte, obwohl dies tatsächlich der Fall war.</p><p>Diese Entscheidung ist auch für die im Mietrecht häufig anzutreffenden Mieterdienstbarkeiten von Relevanz:</p><p>Auch dort dürfte der Nachweis des Eintritts einer auflösenden Bedingung (z.B. Zahlungsverzug, Ende des Mietverhältnisses), die nach dem Muster des Verbands deutscher Pfandbriefbanken vorgesehen sind, durch öffentliche Urkunden in der Regel kaum möglich sein. Im Zusammenhang mit Mieterdienstbarkeiten ist es aus Vermietersicht daher empfehlenswert, den Mieter bereits zum Zeitpunkt der Einräumung der Dienstbarkeit zur treuhänderischen Hinterlegung einer Löschungsbewilligung zu verpflichten, um den später ansonsten durch öffentliche oder öffentlich beglaubigte Urkunden nicht gelingenden Nachweis des Eintritts einer auflösenden Bedingung zu vermeiden. Schließlich wird der Nachweis des Zahlungsverzugs, die Beendigung oder Kündigung des Mietvertrages oder der Eintritt einer sonstigen auflösenden Bedingung kaum durch öffentliche Urkunden möglich sein. Die Mitwirkung des Mieters ist daher zwingend erforderlich und sollte durch die Hinterlegung der Löschungsbewilligung bereits vorweggenommen werden. Dies wird im Übrigen neuerdings immer häufiger auch von kreditgebenden Banken als Grundschuldgläubiger verlangt und ist daher schon aus Finanzierungsgesichtspunkten zu empfehlen.</p><p>Autor: Anneke Focken – <a href="mailto:af@kfr.law">af@kfr.law</a></p><p>Fundstelle: OLG München, Beschluss vom 07.10.2016 – 34 Wx 256/16</p>								</div>
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